Wikileaks vs. Openleaks

On January 25, 2011, in Internet, Netzwelt, by informant

Die Enthüllungsplattform Wikileaks um  Julian Assange haben für viel aufsehen in den letzten Monaten gesorgt. So hat die Plattform Wikileaks zahlreiche Dokumente online gestellt die einige Personen weitergeleitet haben. Nun sorgt eine neue Plattform unter dem Namen Openleaks für aufsehen.

Wikileaks

Fangen wir aber bei den Grundlagen an. Wikileaks wurde im Jahr 2006 gegründet und hat sich auf die Publikation von Dokumenten spezialisiert die eigentlich als Geheim eingestuft wurden. Zahlreiche Informanten haben der Plattform immer wieder Dokumente zugespielt. Viele Teilnehmer und Mitarbeitet sind jedoch geheim und werden namentlich nicht genannt. Eine Ausnahme bilden hier die Personen Julian Assange und der deutsche Daniel Domscheit-Berg. Julian Assange hat sich besonders stark für die Plattform und die Veröffentlichung von Dokumenten eingesetzt, wobei über Ihn selbst kaum etwas bekannt ist.

Finanziert wird das Projekt durch Spenden von Privatpersonen, wobei Spenden von Unternehmen oder sogar Regierungen nicht angenommen werden. Nach Angaben von Wikileaks sollen sich die Kosten auf ca. 600.000 EUR Jährlich.

Das die Dokumente die veröffentlicht werden teilweise für Regierungen und Behörden mehr als unangenehm sind zeigen zahlreiche Beispiele. So wurden Dokument der CIA veröffentlicht in den beschrieben wurde wie man gegen Wikileaks vorgehen sollte. Ein weiteres Beispiel ist eine DDoS Attacke gegen die Server von Wikileaks kurz vor der Veröffentlichung von geheimen Dokumenten des amerikanischen Außenminsteriums.

Openleaks

Über Wikileaks kommt langsam ein dunkler Schatten. So stellen einige Dienstleister wie Visa die Zusammenarbeit mit Wikileaks ein und Julian Assange muss sich dem Vorwurf der sexuellen Belästigung stellen. Hier geht nun die Basis verloren um die es eigentlich bei Wikileaks geht.  Dies soll nun Openleaks richten. Ziel von Openleaks ist, dass die Betreiber die Dokumente nicht selber veröffentlichen. Stattdessen wird ein Netzwerk aufgebaut indem die Personen die Dokumente selber veröffentlichen können. Somit geht Openleaks einen anderen Weg als Wikileaks.

Wikileaks vs. Openleaks

Das es zu einer weiteren Gründung kommen würde was eigentlich schon vorher klar. Man musste nur abwarten welche Abspaltung sich durchsetzen wird. Julian Assange wurde schon lange vorgeworfen, dass er Wikileaks als seine eigene Organisation ansieht und mehr als egoistisch die Führung übernommen haben soll. Ob dieser Egoismus jedoch auch bei Openleaks durchkommt bleibt abzuwarten.

Meinung

Ich finde die Idee hinter Wikileaks oder Openleaks sehr gut. Sind wir doch mal ehrlich. Wir Bürger müssen alles öffentlich machen und werden durchleuchtet. Gleichzeitig finanzieren wir mit unseren Steuern den Staat. Es ist schon oft genug passiert, dass Politiker bestochen wurden oder manche Sachen einfach nicht ganz korrekt abgelaufen sind. Man denke z.B. an Helmut Kohl ;-)

Ich finde es richtig, dass Dokumente öffentlich gemacht werden die Probleme innerhalb der Regierungsstruktur aufzeigen. Wir leben in einer Demokratie und müssen auch Partien/Politiker wählen. Daher ist es richtig, dass wir auch wissen was die Regierung dann eigentlich macht.

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2 Responses to “Wikileaks vs. Openleaks”

  1. Maddin says:

    Hi,
    wie du es ausdrückst finde ich es richtig. Es geht uns etwas an wenn etwas falsch läuft wir alle, die Bürger, finanzieren doch das ganze System.
    Warum sollte uns etwas vorenthalten werden?

  2. Es ist schon sonderbar ruhig geworden um Wikileaks und Julian Assange. Könnte natürlich auch sein, dass da im Background einge Deals abgelaufen sind. Bares, Straffreiheit bei der Vergewaltigungsgeschichte, einen gewissen Status, wie ihn nur Staaten verleihen können, wer weiss? Jedenfalls fällt auf, dass nach dem anfänglichen weltweiten Hype, der seinesgleichen suchte, nunmehr gegen Null tendiert. Grüße aus Berlin

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